![]() |
![]() |
![]() |
![]() | |||
Nidaus Urzelle bildete die von Graf Ulrich III von Neuenburg erbaute und 1196 erstmals urkundlich erwähnte Wasserburg, heute noch das markanteste Wahrzeichen der Stadt Nidau. Der Ausbau zu einer eigentlichen Stadt, d.h. zu einer Örtlichkeit mit Gräben, Ringmauern, Türmen und Toren geht auf das Jahr 1338 zurück. Nach dem Aussterben der Grafen von Nidau ging das Städtchen 1388 an Bern über, wurde Sitz der Landvogtei Nidau und ist seit der Regeneration Haupttort des Amtsbezirkes Nidau. Wegen seiner Lage am Ausfluss der Zihl und als Grenzort zum Fürstbistum Basel war Nidau bis anfangs des 19. Jahrhunderts eine wichtige Zollstätte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Nidau, wie die anderen seeländischen Städtchen, organisch weiter. Ende der Fünfziger Jahre setzte indessen ein überdurchschnittlich rasantes Anwachsen der Bevölkerung ein, ausgelöst durch die Erschliessung der letzten grossen Baulandreserven in den Weidteilen und Burgerbeunden. Betrug die Einwohnerzahl 1960 noch 4'371, waren es 1974 bereits 8'830. Seither ist die Bevölkerung aber zurückgegangen und beträgt gegenwärtig rund 7'000 Einwohner.
Unsere flächenmässig beschränkte Gewerbe- und Industriezone wird die Ansiedlung von neuen, grösseren Gewerbe- oder Industrieunternehmen kaum zulassen. Immerhin können wir uns in Nidau seit jeher über ein leistungsfähiges Gewerbe, gut geführte Detailgeschäfte und auch grössere Industriebetriebe ausweisen. Ein grosser Prozentsatz der in Nidau wohnhaften Erwerbstätigen ist aber gleichwohl gezwungen, auswärts, vor allem im benachbarten Biel, zu arbeiten. Dies bringt automatisch gesellschaftliche und kulturelle Bindungen an die Nachbarstadt. Nidau will aber keine Schlafgemeinde sein; dass dem so ist, beweist das rege Nidauer Vereinsleben.
Die Behörden sind bestrebt, nachdem Nidau praktisch am Ende seiner baulichen Entfaltung steht, in erster Linie die qualitativen Seiten unseres Lebensraumes zu fördern. In dieser Richtung zielen unter anderem die Bestrebungen der zur Zeit laufenden Planung im Bereich der expo.02. Nebst einer baulichen Entwicklung im Bereich Wohnen und Arbeiten soll der Seeuferbereich mit einer durchgehenden Promenade in der Seebucht Biel-Nidau aufgewertet und hinter dem Strandbad Biel ein attraktiver Uferpark gestaltet werden.
Ein weiteres Ziel ist die Entlastung des Stadtkerns vom Durchgangsverkehr. Mit dem geplanten Bau der Autobahn A5 (Umfahrung Biel) zeichnet sich eine Lösung zur Gestaltung eines verkehrsarmen Stadtkerns ab.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Nidau gut erreichbar (z.B. Linien der Verkehrsbetriebe Biel, Busverbindungen Biel-Aarberg sowie Bahnlinie Biel-Ins).
Immer mehr Bedeutung erhalten zudem die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden und die Bestrebungen zu einer Stärkung der Agglomeration.
Weiterführende Links
- Weitere Informationen zu lokalhistorischen Themen siehe Nidauer Chlouserbletter
- Porträt der Stadt Nidau auf Wikipedia
- Universitätsbibliothek Bern





