Die Stadt Nidau engagiert sich im Bereich Biodiversität und trägt zur Erhaltung von Lebensräumen auf den Grünflächen des Stadtgebietes bei. So werden zum Beispiel Naturwiesen mit Wildblumen angesäht und möglichst lange mit dem Mähen zugewartet, damit die Blumen absamen können. Ebenfalls wird das Schnittgut mehrere Tage liegen gelassen, um so den Tieren Gelegenheit zu geben sich zurückziehen zu können. Jedes noch so kleine Stück Naturgarten mit einheimischen Pflanzen dient als Lebensraum und Korridor für Schmetterlinge, Raupen, Wildbienen, Eidechsen und Käfer.
Die Möblierung des öffentlichen Raums mit Sitzgelegenheiten, Abfallbehältern, Blumenschalen, Beleuchtungskörpern, ÖV-Haltestellen, Bäumen und vielen anderen Elementen prägt das Stadtbild und schafft Identität. Der Gemeinderat hat dazu ein Möblierungskonzept für die öffentlichen Räume genehmigt, welches der Verwaltung als Arbeitsinstrument dient. Das Konzept setzt auf eine einfache und zeitlose Formensprache sowie robuste und möglichst nachhaltige Materialien. Das Möblierungskonzept ist nicht abschliessend und kann bei Bedarf erweitert werden.
Zur Erhaltung der Biodiversität setzt die Stadt Nidau auf die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Pflanzen. Der Werkhof unterstütz innerhalb der Unterhaltsarbeiten die Neophyten Bekämpfung.
Damit Neophyten leichter erkannt und richtig bekämpft werden können, findet jeweils im Frühling auf dem Stadtplatz Nidau eine Ausstellung statt.
Viele importierte Pflanzen erfreuen uns im Garten und sind unproblematisch. Einige wenige aber vermehren sich massenhaft und werden zum Problem für unsere Flora und Fauna! Wenn die Bevölkerung mithilft, die schädlichen Pflanzen zu entfernen und in den Neophytensack zu stecken besteht eine Chance, die unliebsamen Pflanzen in Schach zu halten.
Invasive Neophyten sind fremdländische Pflanzenarten, die sich bei uns stark ausbreiten. Sie verdrängen einheimische Arten und schaden der Biodiversität. Einzelne können auch gesundheitliche Probleme verursachen. Weil eine konsequente Bekämpfung der Neophyten wichtig ist, beteiligen sich bereits 25 Seeländer Gemeinden am Neophytensack-Projekt. Dabei können die speziellen Säcke bei den Gemeinden gratis bezogen werden. Die mit den unliebsamen Pflanzen gefüllten Säcke werden kostenlos mit dem normalen Hauskehricht entsorgt und gehen in die Verbrennung.
Bei jeder Sackabgabe wird ein Faltblatt mit den wichtigsten 10 invasiven Neophyten abgegeben. Wichtig ist, dass die invasiven Neophyten konsequent und vor dem Absamen entfernt werden.
Auf der Gemeindeverwaltung Nidau, beim Einwohnerschalter, können die Neophytensäcke während den Öffnungszeiten gratis abgeholt werden.
Werden grössere Kirschlorbeer- oder Schmetterlingssträucher gerodet, eignen sich die Neophytensäcke nicht für die Entsorgung. Der Werkhof kann in diesem Fall weiterhelfen (Tel. 032 331 07 93).